
Um die Ansiedlung niederländischer Handwerker zu fördern ließ der preußische König Friedrich Wilhelm I. (1713-1740) ein Wohn- und Arbeitsviertel in Potsdam erbauen. Unter der Leitung des Tischlers, Schiffsbau- und Zimmerermeisters Jan Bouman aus Amsterdam entstanden zwischen 1732-1742 vier Karrees mit Giebel- und Traufenhäusern.
In der Mittelstraße 8 hat sich ein Giebelhaus mit großem Bestand an originaler Bausubstanz aus der Entstehungszeit erhalten. Nach denkmalpflegerischer Restaurierung eröffnete der Förderverein zur Pflege der niederländischen Kultur e.V. 1997 hier ein Museum. Zu Ehren des Baumeisters und Architekten wurde es, bestehend aus einem Vorderhaus mit rotem Ziegelwerk und Stegfuge, einem Wirtschaftshof, einem Hinterhaus aus Fachwerk und einem Garten, Jan Bouman Haus genannt.
Mit vielen barocken Originaldetails ist es ein begehbares Zeugnis niederländischer Kultur und Zeitgeschichte in Potsdam. Die ständige Ausstellung zeigt die Geschichte des Holländischen Viertels und die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses. Hausrat und einige Möbel aus dem 18. Jahrhundert vermitteln einen Einblick in die Alltagskultur seiner ersten Bewohner.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
